#95 Ein Haus voller Leben: Kinder- und Jugendhospiz / Interview mit Nadine Schulz

Shownotes

Lachyoga-Übungen (LYÜ) Ein lachendes und ein weinendes Auge; Jammerlachen; Gefühlsreise: Klagenfurt – Freudenstadt – Jammertal – Glückstadt / Glückstee; Lacherlaubnis: Lachen? Nicht lachen? Ich darf lachen!; Lachcreme; 3-4 Herze Lachen; Von Herzen herzliches Lachen verschenken; Herz-Atmung; Herz Strech- Atmung; Schneekugel Buchtipps PEACE, LOVE & PARTY - bewegende Einblicke aus einem Kinder- und JugendhospizNadine Schulz, HospizVerlag Lachen trotz und alledem – Darf ich lachen, wenn ich traurig bin?, Silvia Rößler, Via Nova Verlag Kontakt https://www.kinderhospiz-burgholz.de https://www.hospiz-verlag.de youtube.com Schluss mit lustig? – der Kinderhospiz-Podcast
Silvia https://www.lachyoga-silvia-roessler.de Instagram / diekraftdeslachenspodcast YouTube Lachyoga Silvia Rößler Meinen Podcast kannst du kostenfrei auf allen Podcast-Plattformen hören und abonnieren. Ich freue mich auf dein Feed Back. Heiter weiter. Lach’s gut, deine Silvia 00:00 Intro 00:33  Einstieg ins Thema, Begrüßung 01:39 ihr Weg zum Kinder- und Jugendhospiz 04:14 gemeinsamen Nenner; Bilder für Kinder; Gespräch: Was glaubst du? 05:49 Unbedarftheit der Kinder: Sarg=Schatzkiste; Museum Sepulkralkultur 06:45 Buch PEACE,LOVE&PARTY; Leben im K.u.J.-Hospiz Burgholz; das Leben feiern 10:26 Eltern-Geschwister; Verständnis der Betroffenen; Zeit für sich selbst 12:47 Schattenkinder/Geschwisterliebe; Unterstützung: Ehrenamtliche, Familie, Nachbarn; Sarg probeliegen; Gemeinschaft; Hilfe annehmen 15:34 Kinder: lernen Umgang mit Tod, Sterben, Trauer 17:57 Mechthild Schroeter-Rupieper: Wann ist der richtige Moment darüber zu reden?; Begriffe füllen: z.B. glücklich 19:08 Wann beginnt Trauerarbeit? Aufklärung: Kindern nichts verheimlichen – sonst Verunsicherung = Hilfe verweigern; auf Beerdigung mitnehmen 21:33 Trauer= ein Prozess und Gefühls-Mix; alles hat seine Berechtigung 24:35 Trost & Trauer; da sein und zuhören/ohne Wertung 26:03 Raum geben; nichts weg reden; Aggressivität; beim Gegenüber sein; zuhören-nachfragen
28:10 Mitleid-Mitgefühl 30:43 Begleiter sein 31:43 Eltern ganzheitlich sehen 33:45 Distanz halten-professionelle Nähe aufbauen 37:40 Aus Warum? wird Wie!
39:54 achtsame Worte, z.B. Trauerliebe; Begriffe für Sterben; Sprachlosigkeit beenden - nicht Straßenseite wechseln; Kontakt halten
42:57 Rituale: Licht-Spalier; Sarg bemalen (auch von innen); Fingerabdrücke; handlungsfähig bleiben 47:28 Lustige Geschichten: Nüsse knacken; Sommer: Mittarbeiter im Pool; Lachen beim Musical
49:33 Entstehungsgeschichte von PEACE,LOVE&PARTY; PEACE: weil man so sein kann wie man ist; Trauer=LOVE; PARTY: Hoffnung für gute Momente 52:12 Respekt: in Trauersituationen adäquat reagieren (Fruchtalarm); Geschwister, etc. weiterleben; Erinnerung 53:40 Hospiz-Podcast – Schluss mit lustig?
56:26 Was bedeutet für dich ganz persönlich Lachen, Witz und Humor? 57:02 Botschaft von Nadine: mutig aktiv sein, auf Trauernde zugehen; Trauernde brauchen angebotene Unterstützung 58:32 zusammen Lachen 59:07 LYÜ-Block 59:32 LYÜ: Ein weinendes und ein lachendes Auge 01:00:11 LYÜ: Jammerlachen 01:00:48 LYÜ: Reise: Klagenfurt-Freudenstadt-Jammertal-Glückstadt-Glückstee 01:01:43 LYÜ: Lachen? Nicht lachen? Ich darf lachen!
01:01: 07 LYÜ: Lachcreme 01:02:49 LYÜ: Von Herzen herzliches Lachen verschenken 01:03:18 LYÜ: Herz-Strech-Atmung 01:03:44 LYÜ: Herz-Atmung 01:04:14 LYÜ: 3-4 Herze-Lachen/zum Thema erweitern
01:04:59 LYÜ: Schneekugel 01:06:21 Verabschiedung, Danke 01:06:44 Autro

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00:00:03: Hoho, haha!

00:00:05: Herzlich willkommen bei meinem Podcast die Kraft des Lachens.

00:00:10: Infos, Geschichten und heitere Übungen zur Bewusstseinserweiterung und Bewusst- seins

00:00:19: Erheiterung.

00:00:21: Jeden ersten Mittag im Monat eine neue Folge.

00:00:33: Wenn du an ein Kinder- und Jugendhospiz denkst kommen dir dann Bilder in den Kopf von lachenden Menschen?

00:00:40: Spielten Kindern und bunten Luftballons?

00:00:42: Vermutlich sind eine Assoziation eher von Traurigkeit und Stille geprägt, oder liege ich da falsch.

00:00:48: Ich hatte zumindest keineswegs das Bild von Spaß-und herumtobenen Kindern – oder Eltern die entspannt den Whirlpool genießen können!

00:00:56: Somit freue ich mich sehr, Nadine Schulz vom Kinder- und Jugendhospiz Burkholz in meinem Podcast die Kraft des Lachens begrüßen zu können.

00:01:04: Liebe Nadine!

00:01:05: Herzlich willkommen im Podcast Die Kraft Des Lachends.

00:01:08: Stelle dich doch bitte unseren Hörerinnen vor.

00:01:11: Hallo mein Name ist Nadine Schult.

00:01:13: Ich bin thirty six Jahre.

00:01:15: Ich erlebe in Düsseldorf und habe das große Glück seit der Eröffnung am Jahr zwei Tausend Fünfzehn im Bergischen Kinder-Jugend Hospiz arbeiten zu dürfen.

00:01:25: Grammarpädagogin, Sozialpädagogen und Trauerbegleiterin.

00:01:30: So dass ich die Begleitung der Familie in einem Alltag mache aber eben auch wenn die Kinder- und Jugendlichen-Jungen erwachsenen wir uns im Haus versterben – die Trauer-Begleitung.

00:01:40: Liebe Nadine wie kommt man auf die Idee?

00:01:42: In ein Kinder unter Spitz zu gehen um dort zu arbeiten?

00:01:45: Wie ist dein Weg gewesen?

00:01:46: Ja, das werde ich häufig gefragt.

00:01:49: Ich glaube es hat so wein wollen einfach!

00:01:52: Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Dorf im Emsland und habe eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert und im letzten Jahr meiner Ausbildung ist dann plötzlich ein Junge in meinem Kindergarten gestorben und das war was wir alle nicht greifen konnten.

00:02:08: Das sind unserem kleinen behüteten Dorf- und noch behüteteren Dorfkindergarten.

00:02:13: Plötzlich, von jetzt auf gleich ein kleiner Junge der morgens noch im Kindergarten war.

00:02:18: Ein Autor und sein Mutter haben wollte und versterben sollte.

00:02:21: Das war unglaublich und ich war in einer Ausbildung und hatte bis dahin erfahren dass alle Menschen immer irgendwo drauf eine Antwort haben Und an dem Moment waren alle verstummt.

00:02:33: Die hat sie ja drehen und herlaufende Augen harten.

00:02:35: Jeder hat versucht, das so gut wie möglich zu machen aber es gab so viel Unsicherheit und so viel Angst was falsch zu machen dass ich gedacht habe nicht darum.

00:02:45: Darum muss Ich mich kümmern da.

00:02:46: ich muss mich damit befassen Was wir Gutes Machen Können.

00:02:49: Und Wir Haben Das Wirklich Gut gemacht in unserem Kindergarten mit ganz Viel Herz und die haben tolle Wege gefunden.

00:02:55: Aber Genau Mir Hat Da irgendwie noch ein bisschen Theorie gefühlt und gefehlt und Dann Habe ich mich auf dem Weg gemacht und Sozialpädagogik Studiert Und mein Schwerpunkt ist im Studium immer auf Hut und Trauer gelegt.

00:03:07: Meine Abschlussarbeit dann letztendlich auch über traurende Kinder geschrieben, gerade auch im Elementarbereich weil man ja gerade von den kleinen Kindern oft glaubt dass sie gar nicht trauern können oder sowieso alles noch gar nicht so richtig gut verstehen.

00:03:21: Deswegen war mir das eine Herzensangelegenheit.

00:03:23: da genauer hin zu gucken Habe ich im Kindergarten eine Arbeit nach der Ausbildung und dachte, ich bewerb mich mal in einem Kinder- und Jugendhospiz.

00:03:30: Haben die für irgendwann schonmal mein Namen gehört vielleicht?

00:03:33: Und dann ging alles ganz schnell!

00:03:34: Dann hat sie gewein'n wollen...

00:03:36: Ja, Mensch das ist echt ein interessanter Weg,

00:03:39: ne?!

00:03:39: Dieser Impuls von dem Kind im Kindergartens, ja das ist auch ein ganz ganz tiefes Erlebnis.

00:03:45: Wenn da so eine Orientierungslosigkeit, Radlosigkeit da ist, kann einem schon zu Denken geben.

00:03:51: Ja absolut alle so viel Sorge, dass sie was falsch machen können oder ein Leben lang dafür verantwortlich sind.

00:03:57: Dass diese Kinder auch die anderen Kindern in der Gruppe werden noch Kursinen und Cousins große Brüder in der Kita das war schon eine Riesenaufgabe.

00:04:05: Ja genau auch damit also überhaupt mit den Kindern umzugehen und dann auch noch mit den Angehörigen, die es ja noch unmittelbarer betrifft ist ja auch nochmal Unterschied.

00:04:14: Und dann ist man ja im Kindergarten Nur der Erzieher und kein Familienmitglied, sodass man irgendwie auch einen gemeinsamen Weg für alle finden muss.

00:04:22: Und die Kinder kamen und haben gesagt, meine Mama hat gesagt, der Eifried ist im Himmel!

00:04:25: Meine Mama hat es weggezogen... Der ist krank, der ist ein Vogel.

00:04:29: Der ist ein Engel.

00:04:30: und man sitzt dann da und denkt, was ist unser gemeinsamer Nenner?

00:04:33: Wie kommen wir gut ins

00:04:34: Gespräch?".

00:04:35: Ja, da sagste was!

00:04:36: Was ist der gemeinsame Nenne?

00:04:38: Es gibt so viele Bilder, so unterschiedliche Sachen, Dinge die die Kinder beruhigt, Kinder die die Dinge beängstigt.

00:04:45: Und ja, hast du den gemeinsamen Nenners gefunden?

00:04:47: Ja ich glaube tatsächlich... Die Lösung ist einfach im Gespräch zu sein und zu sagen, was glaubst Du?

00:04:52: Am Ende des Tages weiß es ja keiner von uns.

00:04:55: Also niemand weiß, ob wir auf einer Wolke sitzen und Himbeereis essen oder was wird passieren?

00:05:01: Jeder hat seine Vorstellung und da ist es total hilfreich mit den Kindern das Gespräch zu gehen und zu fragen, was glaubst du?

00:05:07: oder mal doch mal, was du glaubst, wo der Eifritte ist da einfach ins Gespräch zu gehen und die Kinder mit in die Gemeinschaft zu nehmen und nicht aus Furcht auszuschließen.

00:05:16: Die erwarten auch nicht, dass man auf alles eine Antwort hat.

00:05:18: Sie erwarten einfach das man da ist und weiter mit denen spricht und wie bei allen anderen Fragen auch teilhaben lässt.

00:05:26: Ja und das finde ich gut, dass du sagst der gemeinsame Nenner ist was glaubst du?

00:05:29: ne?

00:05:30: Wir brauchen ja immer unsere Vorstellungen, unsere Bilder.

00:05:32: Und wir können ja am meisten mit den Bildern was anfangen die in uns selber dann auch entstehen woraus auch immer die sich dann entwickeln.

00:05:39: aber das ist ja insgesamt im Leben eigentlich so!

00:05:42: Das ist ja das Irre.

00:05:43: das wird diese Thematik immer so unglaublich gesondert betrachten das kann man ja genauso angehne

00:05:49: Und die Kinder sind so unbedarft und so herrlich.

00:05:51: Ich weiß, ich bin mal mit der Kindergartengruppe an einem Bestatter vorbeispaziert... ...und dann war so ein Sarg ausgestellt im Schauswänzsohn... ...dann sagt ein kleiner Junge, schau mein Mama!

00:05:59: Da ist eine Schatzkiste.

00:06:01: Und ich hab gedacht wie schön er hat.

00:06:02: So recht, so recht hat er mit dem was er sagt.

00:06:05: Ja sie können das einfach fühlen ne?

00:06:07: Oh, schöne Schatzkiste.

00:06:09: Das gefällt mir gut!

00:06:12: Ja, wir kommen auch gerade Bilder mit Schatzschaden so lange her.

00:06:15: da war ich in dem Museum für Tod und Sterbe Kultur in Kassel dieses... Ich vergesse diesen Begriff immer Sepulchralmuseum oder so ähnlich.

00:06:24: das ist ein ganz ganz interessantes Museum und da war Also hauptsächlich Kinder gemalt haben, wo du grad das Kinder malen lassen.

00:06:35: Wie sie sich das vorstellen mit dem Tod und dem Sterben und wo ihre verstorbenen Menschen jetzt hingehen.

00:06:40: Das war auch ganz spannend und so unterschiedlich.

00:06:45: Ja!

00:06:46: Und du bist beim Schreiben geblieben?

00:06:47: Du hast dein Buch geschrieben.

00:06:50: Ich finde diesen Titel so unglaublich.

00:06:53: also wenn man den Titel liest Peace Love and Party kommt man doch niemals auf die Idee, dass es darin um einen Kinder- und Jugendhospiz geht.

00:07:00: Als ich das gelesen habe, das hat mich so berührt und hat mich erfreut, dass wirklich dieses Kinderspitz, Jungtorspitz von dem du da schreibst ein hausvoller Leben ist und nicht, dass wir sehr ans Sterben denken – der passiert ja viel mehr!

00:07:13: Erzähl doch bitte

00:07:14: davon!".

00:07:14: Ja, in der Tat.

00:07:15: Also ich glaube Menschen stellen sich das ja häufig vor wie im Erwachsenen-Hospiz was dann die Kinder kommen.

00:07:22: Häufig denken Menschen glaube ich an onkologische Kinder also Kinder die eine Krebserkrankung haben dass sie kommen und ausschließlich zum Sterben kommen mit ihrer Familie.

00:07:30: Ich will das gar nicht schön reden.

00:07:31: wir haben auch genau diese Fälle wo kleine Kinder kommen mit einer Krebserkrankung Und die bleiben ein paar Tage vielleicht ein paar Wochen bei uns und versterben dann.

00:07:40: Auch das ist Teil der Realität bei uns im Haus.

00:07:42: Aber der größte Teil besteht wirklich daraus, dass Familien kommen mit Kindern die Lebenszeit verkürzt nimmt und es erkrankt sind.

00:07:51: Das heißt sie werden sehr wahrscheinlich nicht das Erwachsenenalter erreichen.

00:07:55: Das heisst aber nicht, dass sie in dem Moment sterben sind oder dass es denen an diesem Moment schlecht geht.

00:08:00: Den Kindern geht es total gut in den meisten Fällen.

00:08:03: Die freuen sich auf Urlaub.

00:08:05: also oft sagen die, dass es sich anfühlt wie Urlaub bei uns mit der Familie.

00:08:10: Also die Kinder können von null bis siebenundzwanzig Jahre alt sein und dann kommen die in regelmäßigen Abständen immer mal wieder zu uns.

00:08:19: Vielleicht eine Woche in den Sommerferien, vielleicht nochmal im Herbst.

00:08:23: manche feiern gerne auch noch Weihnachten mit uns.

00:08:25: so teilen sich ihre Tage auf Genau!

00:08:28: Und dann geht es eigentlich darum das Leben zu feiern und Quality Time zu haben mit der ganzen Familie.

00:08:33: Die erkrankten Kinder, Jugendlichen und Jungen erwachsen haben unten am Aufenthaltsbereich ihre Zimmer, die restlichen Familienmitglieder also Geschwister, Eltern, Großeltern.

00:08:44: Wer auch immer wichtig ist für dieses Familiensystem?

00:08:46: Die schlafen oben in der ersten Etage und dann Also, wie so eine riesengroße WG kann man sich das vorstellen.

00:08:53: Die Kinder bleiben nicht in ihren Zimmern wie im Krankenhaus sondern die kommen alle mit an den Tisch auch selbst wenn sie Sonnteneriat sind und nicht mit uns essen.

00:09:01: Sie sind trotzdem mit dabei oder haben große Liga-Inseln im Wohnzimmer sodass sie immer mitten dabei sein können.

00:09:08: Und es ist einfach schön für die erkrankten Kinder jünglich und jung erwachsen dass sie so mitten da bei sein können ständig irgendwas passiert.

00:09:17: wir haben tolle Pflegefachkräfte auch einfach den halben Tag Blödsinn machen mit den Kindern.

00:09:22: Und es ist immer irgendwie was los, ja bei uns pulsiert das Leben würde ich sagen.

00:09:29: Sind das spannende, die Kinder kommen nicht hin um ihre letzten Tage dort zu verbringen?

00:09:33: Das auch aber ganz viele Zeit vorher wirklich mit viel Freude und Spaß und wie du so sagst das Leben feiern!

00:09:40: Ich glaube dass es da noch deutlicher ist, dass man das Leben Feiern will

00:09:45: Und das ist deren Lebensrealität.

00:09:47: Viele der Kinder, die sitzen im Rollstuhl und die kennen das gar nicht anders oder... Die haben Einschränkungen, aber die leben mit diesen Einschränkungen und im Rahmen dieser Einschrankung sind sie total glücklich.

00:09:57: Also die kommen nicht und denken auch Mensch jetzt muss ich hier sein sondern denken

00:10:01: oh wow!

00:10:02: Jetzt haben wir eine tolle Woche, Mama und Papa haben Zeit, die sind entspannt weil die durchgeschlafen haben.

00:10:08: Und auch die Geschwisterkindern, die vergisst man ja häufig auch und die wissen so jetzt können wir schwimmen fahren.

00:10:14: Ich muss nicht entscheiden ob mit Mama oder Papa, sondern ich kann einfach mit Beinen schwimmenfahren Weil mein Geschwisters Kind hier gut betreut ist.

00:10:22: Dann sammeln wir einfach total schöne Momente.

00:10:26: Ja, das ist eben das Tolle was man auch nicht so unbedingt weiß wenn man in diese Thematik noch nicht so eingetaucht ist.

00:10:32: es geht ja nicht nur um die Kinder die erkrankt sind sondern ihr.

00:10:35: gebt den Eltern auch mal eine Ruhepol oder den Geschwister Kindern Aufmerksamkeit und auch die können ja untereinander wieder Kontakt aufnehmen mit den anderen Geschwisters und Eltern die da sind.

00:10:47: Und die verlieren vor allen Dingen dieses Gefühl von Andersartigkeit.

00:10:52: Die sind da, also nicht die Eltern sagen ich habe das erste Mal das Gefühl Ich bin kein Außerirdischer Sondern mein Gegenüber versteht wirklich was es bedeutet?

00:11:01: twenty- vier sieben im Einsatz zu sein ein lebensverkürzt erkranktes Kind zu haben sich immer schuldig zu fühlen weil man glaubt dass die Geschwister Kinder zu kurz kommen.

00:11:11: Die sprechen das erste Mal mit Leuten, die wirklich wissen was es bedeutet und nicht die sagen ja ich weiß genau wie du dich fühlst.

00:11:17: Sondern sie hinhören und sagen wie fühlste sich eigentlich?

00:11:20: Und auch bei den Geschwistern sind auf einmal nicht mehr die eine, die diesen Bruder hat der da irgendwie ein Rollstuhl hat und alles komisch ist sondern die haben alle irgendwie Rollstühle und die sind einer von vielen.

00:11:31: einfach und das ist einfach toll.

00:11:34: Ja das stärkt ne!

00:11:35: Das ist eine ganz andere Position.

00:11:38: Und so Zeit für banale Dinge einfach mal da sitzen und Karten spielen.

00:11:43: Ich bin ja auch Traubegleiterin, aber die meisten Gespräche sind nicht traurig.

00:11:47: Also ganz oft im Alltag ist es so... Einfach dieses Leben spüren, das wir sitzen da trinken einen warmen Kaffee ohne dass er kalt geworden ist.

00:11:56: Die Eltern haben kein Medikamentenplan im Kopf sondern sie wissen, die Pflegefachkräfte kümmern sich, die Kinder kommen zwischendurch mal vorbei.

00:12:03: Wir können einfach da sitzen und Karten spielen.

00:12:05: Oder abends mal ein Glas Wein trinken, die müssen zu Hause immer fahrbereit sein für den Notfall.

00:12:10: Es kann ja immer irgendwas passieren auch wenn es den Kindern gerade gut geht.

00:12:14: Die können auch schnell in Krisen geraten So Und dann einfach dazu sitzen bei uns auf der Terrasse Sonnenuntergang gucken und Glas Wein Trinken.

00:12:23: Das ist für die ein riesen Zauber Was wir im Alltag vielleicht manchmal vergessen

00:12:28: Und das ist gut, wenn wir uns da mal wieder dran erinnern.

00:12:31: Also dass du sagst man kann kein Wein trinken immer in Bereitschaft sein.

00:12:35: Kaffee der kalt wird weil man immer wieder auf Sprung ist und der Kaffe wird eben kalt.

00:12:39: Wahnsinn!

00:12:40: Was ich das mache so in diesen Details überlegt was eigentlich schon so ein unglaublicher Genuss sein darf.

00:12:47: Ja mit den Geschwister Kindern würde ich auch gerne nochmal darauf eingehen, weil man spricht ja häufig von Schattenkindern und du hast aber in deinem Buch geschrieben.

00:12:56: Ja es ist aber auch noch ein anderer Aspekt die Geschwisterliebe.

00:12:59: Geschwesterliebe und Schattenkinder sagt doch damals was so?

00:13:03: Ja, also Schattenkinder ist ja so ein viel benutzter Begriff.

00:13:07: Das bedeutet dass die Kinder, also die gesunden Kinder im Schatten ihrer erkrankten Kinder stehen weil sie ganz viel Aufmerksamkeit abgeben müssen an die Eltern.

00:13:16: Die Eltern rotieren und versuchen irgendwie das Leben zu managen unterfallen.

00:13:19: Die Geschwister-Kinder, die viele Dinge alleine können fangsläufig hintenüber in den meisten Fällen.

00:13:25: Und wir haben viele Schwisterkinder, die sind ganz früh, ganz erwachsen, ganz vernünftig.

00:13:31: Wir nehmen sich wenig Zeit um selber zu rebellieren weil Mama und Papa das ja sowieso schon schwer genug haben.

00:13:36: Die passen sich so schnell an aber ich erlebe nicht dass es die ganze Wahrheit ist also die ganze Realität.

00:13:43: diese Kinder sind auch einfach so mit fühlen sie haben eigene Ideen.

00:13:50: Ja, was haben die also in kopfvoller Ideen?

00:13:52: Die sind begeisterungsfähig.

00:13:54: malen, haben eigene Hobbys.

00:13:56: Ich finde immer nur mit dieser Geschwisterkindbrille auf einen Individuum zu gucken das ist zu wenig.

00:14:02: also ja wir sind die Geschwisters.

00:14:03: ja sie müssen vielleicht viel zurückstecken aber vielleicht gewinnen sie auch viel dadurch.

00:14:08: diese Aufenthalte geben den Kindern viel.

00:14:10: es gibt tolle Ehrenamtler die Familienambulant betreuen in die Familien kommen und ganz viel Aufmerksamkeit schenken.

00:14:17: Es gibt offizielle Nachbarschaften, Familienmitglieder die mittragen so dass ich finde Immer nur die Arben, das macht was mit den Kindern.

00:14:26: Ich glaube dass sie auch nicht nur die armen sind sondern ganz viel gewinnen und ganz viel anderes da noch ist außer ein Schatten der auf sich geworfen wird Und es hört sich ja so böse an.

00:14:39: Also dein Geschwisterkind macht einen Schatten auf dich und wenn er weg ist dann scheint die Sonne wieder für Dich.

00:14:43: oder wie läuft das?

00:14:44: Also ich verstehe natürlich was dieser Begriff sagen möchte aber... erkrankte Kinder ihren Geschwistern in der Sonne stehen, die bringen auch ganz viel Sonnenschein zu ihren Geschwestern und umgekehrt natürlich.

00:14:58: Ja ja wie du sagst mit dem Schatten dann das macht ihr ja fast unsichtbar und das stimmt so ja nicht?

00:15:05: Ich erlebe Familien da ist es so und da blutet mir auch das Herz wenn ich denke offen man du Armesocke.

00:15:10: also ich erlebte schon aber eben nicht in Gänze.

00:15:13: Und es gibt auch so viele Eltern, die sich so viele Gedanken machen und die Kinder extra mal einen Tag nicht in den Kindergarten schicken, damit nur sie Zeit miteinander haben und die super gut gegen Steuern und Kompensieren und sich dem total bewusst

00:15:25: sind.".

00:15:26: Ja das ist schon spagat ne?

00:15:28: Da kann man nicht dran rütteln!

00:15:30: Das ist schon eine echte Aufgabe eine zusätzliche.

00:15:34: Also was Geschwisterkinder in solchen Situationen sicherlich total schnell lernen und das finde ich wiederum gut ein Umgang mit Krankheit Mit Abläufen, die eben nicht so klats sind.

00:15:44: Und Tod und Sterben was ja oft so taburisiert wird da sind die ja mitten drin.

00:15:50: Du hast es ja auch so schön beschrieben wie ein Geschwisterkind im Sargprobel liegen gemacht hat oder für einen Bruder der Verstorben ist noch ein Schwert gebastelt hat weil das unbedingt in den Sarg rein sollte ne?

00:16:00: Also solche Geschichten die finde ich einfach total gut.

00:16:02: oder wie du vorhin sagst die Kinder am Schaufenster vorbei sagen sie eine Schatzkiste also so diesen Umgang damit das finde ich total gut.

00:16:10: Ja absolut Ja, ich glaube das ist auch ein Schatz für deren Leben.

00:16:14: Das... Einer von denen, die waren, oh, ich kann das gar nicht hören!

00:16:18: Ich will da gar nicht hingucken und dann unvorbereitet irgendwann ja zwangsläufig in so einer Situation laufen wurden, einen geliebter Mensch versteht?

00:16:25: Die wissen um die Endlichkeit des Lebens und wissen aber auch dass immer Menschen da sind, die mittragen und man nie alleine ist wenn man das nicht möchte und das es gut als Hilfe anzunehmen.

00:16:35: und das können ja auch wahnsinnige Ressourcen sein fürs Leben.

00:16:38: Ja, also ich bin davon fest überzeugt.

00:16:40: Als meine beste Freundin gestorben ist... Da war meine Tochter vier Jahre alt und dann habe ich sie da voll mit einbezogen in meine Trauer und was ich da mache und hab darüber geredet.

00:16:52: Was hat ja mitgekriegt wie traurig ich war?

00:16:54: Und so ging das immer wieder weiter auch in den nächsten Jahren.

00:16:57: Also ich bin halt viel mit Trauerfällen auch in Kontakt gekommen.

00:17:00: Habe Sie damit immer auch schon ein Stück einbezogen.

00:17:02: Immer halt kindgerecht!

00:17:03: Das ist eben das Ding.

00:17:05: Später, als sie dann ihr Abitur gemacht hat, ist bei Nacktassenkameraden der Vater schwer erkrankt und dann hat die Tochter von diesem Vater zu meiner Tochter gesagt du bist die einzige mit der ich da richtig drüber reden kann.

00:17:18: Die konnte zuhören, die wusste Bescheid, die hat auch gelernt.

00:17:21: manchmal muss man einfach nur zuhören.

00:17:22: Die war nicht verunsichert.

00:17:24: Die hatte eine Idee was man machen kann.

00:17:26: Ja genau schön!

00:17:28: Ja darüber freue ich mich weil ich sage immer Eltern versuchen ihren Kindern so womöglich alles beizubringen und in dem Bereich ist oft ein Cut.

00:17:37: Ach nein!

00:17:37: Zu klein, zu jung... Ich behüte sie davor.

00:17:41: Ich finde das nicht richtig.

00:17:43: Vor was behütet ihr sie denn?

00:17:44: Dass sie nachher nicht wissen wie sie damit umgehen können?

00:17:47: Es ist auch übel Quatsch.

00:17:48: Es ist wichtig dass es so kindgerecht immer gemacht wird und ich kann natürlich nicht mit einem kleinen Kind zu reden wie wir mit mehr wachsen.

00:17:53: Das ist ja klar.

00:17:54: Das mache ich in anderen Dingen ja genau so ne?

00:17:56: Ja genau, genau Ja, so ist das.

00:17:59: Und Matthew Schulta Ruppieper, die sagt zum Beispiel, wann ist der richtige Moment mit Kindern darüber zu reden, dass es Tod und Sterben gibt?

00:18:05: Die sagt, naja, das ist ja bei Farben auch nicht anders.

00:18:08: Also wann ist da ein richtiger Moment im Kind zu sagen, dass das Auto grün ist?

00:18:12: Wir lassen die Kinder ganz langsam in eine Farbwelt reinspüren und sagen immer mal wieder beiläufig und irgendwann kriegen wir den Gefühl dafür, weil wir das mit denen auch thematisieren und einfach einen Thema von vielen sein lassen.

00:18:23: Ja!

00:18:24: Und manche Sachen müssen ja erst einmal besetzt werden.

00:18:27: So, ich habe ein Gespräch mitgekriegt.

00:18:29: Fällt mir gerade dazu an!

00:18:30: Das fand ich für mich so eindrücklich.

00:18:32: Da stand ich in der Nähe von einem Café und in dem Café saßen zwei Frauen mit ihren Kindern – kleine Kinder die malten grade.

00:18:40: Und dann sagt also die eine Frau zu ihrer Tochter bist du jetzt glücklich?

00:18:43: Dann guckt das Kind hoch und sagt Mama was ist

00:18:46: glücklich?!

00:18:47: Und dann hab' ich gedacht ja auch das will erstmal begriffen werden, da begriffelt gefüllt werden….

00:18:53: Was is jetzt wie das Kind denn

00:18:54: glücklich!?

00:18:56: Was ist glücklich, was ist trauer?

00:18:58: Was is

00:18:58: grün?!

00:18:59: Wir lernen ja erst diese ganzen Begriffe und wir helfen doch den Kindern dabei.

00:19:03: Und trotzdem geht wieder das, was du ganz am Anfang gesagt hast...

00:19:08: Ja genau!

00:19:10: Ja, wir denken immer das mit der Trauerarbeit und so.

00:19:12: Das geht dann erst los wenn wirklich einer gestorben ist und so.

00:19:15: aber es sind ja die ganzen kleinen Abschiede vorher.

00:19:18: oder wenn die Mama mal weint... Ich bin auch Mutter einer zweijährigen, ich weine auch manchmal weil ich abends denke Gott wie glaube ich das alles?

00:19:25: Und wenn sie einfach sagen kann man das hat nichts mit ihr zu tun.

00:19:28: Die Mama ist jetzt einfach ein bisschen traurig weil halt viel war.

00:19:31: Die Mama hat keine Pause gefunden und das macht Sinn traurig und müde.

00:19:34: Und jetzt gehen wir schlafen, um morgen früh geht es uns bestimmt wieder gut.

00:19:37: also einfach der zu erklären was passiert anstatt zu sagen oh das hat die bestimmt nicht mitgekriegt und heimlich sich zu verstecken und zu weinen Kinder kriegen wir etwas immer mit.

00:19:46: ich glaube es macht keinen Sinn.

00:19:47: ich glaube dass macht mehr Sinn den zu erklären schau mal du bist ja auch manchmal traurige.

00:19:50: genauso ist die mamma.

00:19:51: manchmal traure ich der papa traurich und dann können wir gleich weiterspielen weil dann die traurigkeit fertig

00:19:57: ist genau das versteckte.

00:19:59: er hat Meistens mit Verunsicherung zu tun oder gerade Kinder denken, oh, bin ich jetzt schuld?

00:20:03: Da geht es schnell in diese Richtung.

00:20:05: Ja

00:20:07: ja, also es ist tatsächlich so wenn wir mit Kindern nicht darüber sprechen dann heißt das nicht dass wir sie schützen sondern dass wir ihnen Hilfe verweigern.

00:20:14: So sehe ich das auch genau.

00:20:16: Es ist im Prinzip eigentlich Hilfeverweiger.

00:20:19: Wie du das gerade gesagt hast, also die Kinder teilhaben lassen in dem Moment wo sie selbst gar nicht persönlich so sehr traurig macht.

00:20:26: Das ist eigentlich total gut.

00:20:28: Also einfach mal mitnehmen auf eine Beerdigung von der Nachbarin, mit der Sie gar nicht so viel Kontakt hatten damit die einfach mal das sehen können und wissen achso die ziehen nach Spar zu Sachen an weil sie sagen wollen dass sie traurigt sind.

00:20:39: Sie sagen dann komische Dinge wie mein Beileid was meinen die denn damit?

00:20:43: Und dann haben die nämlich im Falle der Fälle was worauf ihr auch zurückgreifen könnt

00:20:48: Ganz genau, ganz genau.

00:20:49: Das ist ja auch so eine komische Sache.

00:20:51: Kinder darf man nicht auf die Beerdigung mitnehmen.

00:20:53: Warum nicht?

00:20:54: Überallnehmer sind mit.

00:20:56: Ja,

00:20:57: genau, man grenzt die wieder aus!

00:20:59: Wie sollen sie denn dann später auf den Friedhof gehen und da eine Beziehung zu diesem Ort finden wir gar nicht wissen was es denn da Dass es eher darum geht, Menschen zu finden die da mittragen können in dem Moment.

00:21:09: Vielleicht Erzieher aus einem Kindergarten oder Lehrer, Mütter von Freundinnen wo man weiß die Kinder haben eine gute Beziehung und sie können in den Moment gut für die Kinder mit da sein wenn man sich das selber nicht zutraut und selbst so traurig ist einfach gucken wer kann mit uns unterstützen?

00:21:23: Und dann aber in Gemeinschaft bleiben und nicht ausgrenzen

00:21:26: Das ist ne gute Idee da jemand mitzunehmen.

00:21:30: Ja, sehr gut die Idee.

00:21:31: Mit der Trauer, da hattest du auch in deinem Buch geschrieben, Trauer ist ein Prozess und ein Gefühlsmix.

00:21:36: Das hat mich auch sehr angesprochen.

00:21:38: wie Du ja eben schon gesagt hast wann fängt denn Trauer an?

00:21:40: Und den Situation des Kinder-Jugendhaus-Pizza hast Du geschrieben das beginnt schon ab dem Tag der Diagnose Stellung.

00:21:47: Und dann kommt ein Gefühlsmix.

00:21:51: Und das fand ich nochmal spannend dieser Gefühlsmix was da letztendlich alles rein spielt.

00:21:57: magst Du das mal etwas von erzählen?

00:22:00: Ja, also Gefühlsmix.

00:22:01: Denn man hat ja oft so das Gefühl Trauer, dass es einfach tiefe-tiefe Traurigkeit ist und das ist es ganz bestimmt auch.

00:22:08: aber ich glaube, dass das nicht nur ist.

00:22:11: Also ich erlebe Eltern die ganz unterschiedliche Gefühle haben Und ich glaube dass es gut und wichtig ist jeden gefühl Platz zu geben Gefühl auch willkommen zu heißen und sagen du bist da, du hast deine Berechtigung.

00:22:23: Ich gucke dich an und ich gehe mit dir anstatt wegzudrücken und zu sagen es ist uns unangenehm.

00:22:28: Also Traurigkeit in der Trauer das ist fein.

00:22:30: Das können alle zu einem gewissen Maß gut akzeptieren und mir tragen ab.

00:22:33: Da waren so Dinge wie Wut zum Beispiel dass es für viele Menschen schwer auszuhalten, dass wir ein Riesenwut hochkommen und natürlich staut sich da viel Wut auf.

00:22:44: man ist wütend auf weiß nicht das Leben und dass man kein gesundes Kind bekommen hat, dass man jetzt hier an dem Grab sein das Kinder stehen muss.

00:22:51: Also wie Wüten macht das?

00:22:52: Wie falsch ist sowas!

00:22:54: Ich finde da darf man unendlich wütend sein.

00:22:56: Ich glaube ganz verrückt wird es dann einfach bei so Gefühlen wie Erleichterung.

00:23:01: Es gibt viele Eltern die so eine Art Erleichderung aufkühlen und ich meine nicht, dass sie nur Erleicherungen spüren wenn die Kinder gestorben sind.

00:23:08: aber ein Teil wir bestehen ja aus total vielen kleinen Teilen und einen Teil in ihnen, der es sicherlich auch erleichtert.

00:23:15: Und denkt okay Zeit für die Geschwisterkinder, Zeit für mich, Zeit for die Ehe.

00:23:20: Nachts nicht mehr hundertmal aufstehen, keinen Medikamentenplänen im Kopf fahren einfach in den Urlaub fahren können wenn man in den urlaub fahren möchte.

00:23:27: vielleicht keine finanziellen YouTube mehr weil man jetzt tendenziell irgendwann auch wieder arbeiten gehen kann.

00:23:32: da hängt ja so viel mit dran und das heißt ja nicht dass sie um jeden Tag mit ihrem Kind noch gekämpft hätten.

00:23:38: Aber das ist ein Baustein, in dem diese Menschen auch erleichtert sind.

00:23:42: Also steht denen meiner Meinung nach mehr als so.

00:23:44: und wenn sie sich nicht trauen darüber zu sprechen dann bleibt immer so ein Gefühl von was bin ich für eine Mutcha dass ich erleichterung spüre?

00:23:51: Und wenn Sie sich trauen sich zu öffnen und darüber zu reden können die das einmal ausgesprochen haben Lärten, okay da ist er vielleicht doch mal bei was ist dann noch.

00:24:00: Da ist auch noch das und das und dass und es ist einfach nur ein Gefühl von vielen, was sich jetzt gerade vielleicht nach vorne tritt aber morgen schon wieder ein anderes Gefühl viel größer als das.

00:24:10: Die müssen sich einfach in Gänze zeigen dürfen.

00:24:13: Genau, sich zeigen dürfen.

00:24:14: Und wie du schon sagst alles hat seine Berechtigung und immer mit dem zu gehen was gerade ist weil es ist einfach so vielfältig auch die Scham und alle möglichen Gefühle dir für sich alleine schon etwas Schwieriges sind.

00:24:26: und wenn du dann noch die geballte Lado kriegst von diesem ganzen Cocktail das schon gut immer da eine Begleitung hat mit der man eben auch mal reden kann Ja, da bin ich auch beim nächsten Thema Trost und Trauer.

00:24:39: Weil das fand ich auch ganz schön wie du das geschrieben hast Das Ziel von Trauer ist nicht Trauigkeit oder Verzweiflung wegmachen sondern viel eher ein Gefühl zulassen und bedingungslos dasein wenn gewünscht.

00:24:51: Und da sind wir nämlich im Bereich Zuhören.

00:24:53: Wie wichtig isst zuhörn?

00:24:55: Oh, wo wichtig!

00:24:57: Wo-wo wichtig!

00:24:58: Viel wichtiger als alles andere glaube ich.

00:25:01: Einfach Dasein und zuhören.

00:25:03: Ich glaube im Alltag reden wir oft über Dinge schnell hinweg und dann, oh ja, das kenne ich.

00:25:08: Das weiß ich bei mir war das auch so.

00:25:10: Ich kenne jemanden, die hat jemanden und bei dem war es auch.

00:25:12: Und dann reden wir und reden wir.

00:25:14: Und ich glaube dass sich das gegenüber nicht verstanden fühlt.

00:25:18: Und manchmal macht es auch hilflos, wenn einem jemand erzählt wie traurig er gerade ist und wie blöd sich das Leben gerade anfühlt.

00:25:25: Wie hoffnungslos alles ist.

00:25:27: Dann versucht man schnell zu helfen indem man drüber wegtröstet und irgendwas findet was doch noch toll ist und ein bisschen zu schmälern und sagt so schlimm ist es ja nicht!

00:25:36: Das wird dem nicht gerecht.

00:25:37: also ich glaube dass sowas einfach gehört werden darf ohne zu urteilen, ohne zu bewerten einfach zu hören.

00:25:45: Ich glaube damit macht man den Menschen gegenüber das größte Geschenk.

00:25:49: Das ist nicht die Aufgabe vom Zuhörer Lösung zu finden.

00:25:52: Das passiert währenddessen die Menschen Dinge laut aussprechen und nochmal für sich in genau dem Moment reflektieren indem wir innehalten und nicht über die Stille hinweg sprechen

00:26:04: Genau.

00:26:04: Ja, dem anderen eben seinen Raum zugeben für das was da gerade ist und uns nicht schon wieder so wegwischen zu wollen weil man es vielleicht gar nicht aussieht was er da alles erzählt.

00:26:14: Ich habe schon mal bei mir selber auch gemerkt dass wenn jemand dann sagt ja wenn die Tür zugeht dann gehen zwei Fenster wieder auf oder ach die Zeit hat eine Wunder.

00:26:23: solche Sätze mich richtig aggressiv gemacht haben, weil ich gedacht habe ja vom Kopf her weiß ich das auch.

00:26:28: Es ist aber gerade einfach nur ganz fürchterlich und es ist einfach fürchterlig und ich weiß natürlich dass es irgendwann auch wieder anders wird.

00:26:35: Aber grade im Moment ist es fürchterig.

00:26:37: und dann hab' ich gedacht zum einen ist es gut, dass jemand mal so hört sprich zuhören Und ich habe mir dann jemanden gewünscht, der sagt komm und lass uns jetzt mal ganz laut zusammen schreien wie beschissen das alles ist.

00:26:51: Also die wunderbar wäre das wenn jemand das wirklich so akzeptiert und sagt ja komm ihr schreiht das jetzt mal gemeinsam raus ne?

00:26:58: Ja!

00:26:59: Und niemals wegwischen nein es ist erstmal verdammt normal es ist erst einmal da ne?

00:27:03: Ja, das habe ich auch gehört.

00:27:04: Das ist schon interessant, Tim, dass man dann auch bei sie selber so registriert.

00:27:07: Und es fängt ja beim ersten Liebeskummer an wenn alle anderen sagen, andere Mischern haben auch hübsche Söhne und das ist

00:27:13: aber

00:27:13: das allerletzte was man hören möchte in dem Moment.

00:27:16: Man weiß das ja!

00:27:18: Aber man will das im Moment nicht.

00:27:20: Es ist nicht die Zeit für Zukunftskliner, sondern die Zeit sich für seinen Gefühlen hingeben.

00:27:26: Und ich will auch nicht dem Gegenüber den Mund verbieten und sagen, das Gegenüber darf gar nicht sprechen.

00:27:31: Es muss nur hören!

00:27:33: So wie du sagst wenn er einen guten Impuls hat und sagt kommen wir schreien zusammen und dass so mit dem Gegenübergangsresonanz geht ist ja wunderbar Ja, aber dafür muss man einfach erst mal hören damit man noch solche Ideen kommt glaube ich.

00:27:44: Beim Gegenübersein eigentlich bei sich selber und denken ja bei mir war das so jetzt musst du das machen das hilft.

00:27:49: Ja ja die ist schnell immer bei sich, weil man denkt dass kann helfen und es wäre ein Lösungsmodell.

00:27:55: Ich glaube auch die Reihenfolge zuhören und dann durchaus auch nachfragen.

00:27:59: Ich finde das immer sehr hilfreich nachzufragen was brauchst du jetzt?

00:28:02: Gut der andere weiß es vielleicht nicht, aber er hat die Chance nur um etwas zu sagen, dass man auf ihn eingeht.

00:28:09: Ja, da bin ich auch gleich schon beim nächsten was ich gerne von dir hören möchte.

00:28:12: Mit Leid und Mitgefühl Das ist ja nun ein großer Unterschied Und ich könnte jetzt alles Mögliche zu erzählen.

00:28:18: Aber du hast es in deinem Buch so schön beschrieben Erzählst Du doch mal den Unterschied.

00:28:22: Also für mich ist das ein riesengroßer Unterschied Mit Leit.

00:28:26: Das impliziert ja schon dieses mit im Leid sein.

00:28:28: Ich bin dann mit Dir im Leit.

00:28:30: Wenn wir beide tief im Leids sind Dann ist eigentlich keiner von uns beiden mehr handlungsfähig So dass es dem gegenüber gar nichts bringt wenn ich Mitleidig bin und ich erlebe auch im Alltag, das ist so.

00:28:40: Das Letzte was diese Familien wollen noch ein mitleidiger Blick.

00:28:44: Noch jemanden der sagt Ich könnte das nicht.

00:28:47: Das ist zum Beispiel das, wo die Aggrafie fern also nicht alle aber viele.

00:28:51: Und ich habe es mir nicht ausgesucht.

00:28:52: Also ich kann das weil ich das muss.

00:28:54: Kein Mensch kann so viele Nächte ohne Schlaf sein.

00:28:57: Kein Menschen kann über seine Grenzen gehen, aber die müssen für diesen Moment... Ja das ist einfach schwierig für die, glaube ich solche Dinge dann zu hören.

00:29:04: und die Eltern und es sind so taffe Menschen, die managen Dinge!

00:29:09: Da können, glaub' ich, viele Manager aus Brust- und Firmen noch was von denen lernen.

00:29:13: Und ich finde dass sie mit Hochachtung betrachtet werden müssen und nicht mit Mitleid.

00:29:17: Also für all das, dass Sie tagtäglich leisten den Mitleids zu geben, das schließt sich für mich einfach aus Das nicht bedeutet, dass man nicht mitfühlt.

00:29:25: Also beim Mitgefühl bin ich vorne mit dabei.

00:29:28: Ja es macht mich auch mit betroffenen Familien ihre Kinder verlieren und wenn ich sehe wie sie weilen und wie sie trauern und diese Hoffnung sich verflüchtigen die sie vielleicht noch hatten das die Kinder noch ein bisschen länger bei ihnen sein können und so.

00:29:41: Es ist natürlich tief traurig.

00:29:44: ja was wäre man für jemand der da nicht mit fühlt aber geht eben darum sich nicht mit den Familien erst reinzustellen dann achja Jetzt trösten sie mich mal, weil ich so viel weine.

00:29:54: Sondern bei all dem Mitgefühl zu gucken was braucht die Familie und das nicht zu verlieren?

00:30:00: Und zwar weil sie großartige Menschen sind, die verdient haben dass jemand an ihrer Seite ist wenn sie das möchten und nicht weil sie arme kleine, mickrigen Menschen sind die sowieso schon so schwer haben und jetzt auch noch einen Schicksalsschlag kriegen.

00:30:14: Das macht etwas wie Schattenkinder.

00:30:16: Es macht was, wenn man Menschen so gegenübertritt.

00:30:19: Man müsste sie bevormunden in der Trauer.

00:30:21: Wenn man Mitleid hat, sagt man auch du abends kleines Tuck-Tuck?

00:30:24: Geh doch mal raus!

00:30:25: Mach doch mal Sport und such dir einen neuen Partner.

00:30:28: Was auch immer man in diesen Momenten für skurrile Dinge Leuten sagt.

00:30:32: Ja genau ich glaube es verleitet dieses Mitleide.

00:30:35: Das verleidet dazu von oben herab, tolle Ratschläge zu geben.

00:30:38: Und Ratsschläge sind am Ende einfach nur Schläge die die Familien dann ganz bestimmt nicht brauchen weil dann jemand, der mit fühlend an ihrer Seite ist zuhört und sich Zeit nimmt in dem Moment ganz und gar da ist.

00:30:50: Genau.

00:30:50: Und vielleicht mit ihm gemeinsam überlegt was könnte helfen?

00:30:53: Anstatt so zu tun als wüsste man, was hilft.

00:30:57: Naja genau das ist ja mal dieses Ding.

00:30:59: So zu gucken, was meine ich, was helft und was hilft dem anderen.

00:31:03: Das ist ja auch das, was immer bei den Leuten die so verunsicherung macht.

00:31:06: aber da geht es eben auch wieder Spür hin oder frag.

00:31:12: Ja für mich auch mal ein Schlüssel fragen.

00:31:16: Manche denken das ist ein Zeichen von Schwäche, weil ich habe ja keine Antwort.

00:31:19: Ich frage aber nein!

00:31:20: Dann gibst du dem anderen den Raum?

00:31:22: Der kann sagen was er möchte.

00:31:25: Und wir sind am Ende auch nur Wegbegleiter und niemand der vorrennt und sagt so und so komm jetzt mit hier lang bitte.

00:31:32: Wenn jemand da mitgeht und sagt gut was jetzt links oder rechts wo lang führt dein Weg?

00:31:38: Ja genau Begleiter sein ganz wichtig.

00:31:41: Ja, ich habe auch noch mal diesen Begriff Eltern.

00:31:44: Da bist du auch darauf eingegangen dass man Eltern nochmal anders betrachten kann.

00:31:50: Oft werden die ja einfach so auf diese Rolle reduziert, dass sie Eltern von der Krankenkindern sind.

00:31:56: aber ich glaube wenn man so lebt das man ausschließlich Elternteil eines der kranken Kindes ist dann ist es einfach wenn die Kinder versterben noch viel mehr Lehrer als sowieso schon, weil man gar kein Gefühl mehr dafür hat.

00:32:11: was tat mir denn gut.

00:32:12: Was waren meine Ressourcen?

00:32:15: Wer waren meine Freunde und was waren meine Hobbys?

00:32:17: Deswegen plädiere ich eigentlich immer dafür Eltern ganzheitlicher wahrzunehmen eben auch wie bei den Geschwisterkindern und sagen okay du bist die Mama von aber du bist nicht nur die Mama vom Du bist auch Eine Styling-Ikone.

00:32:29: Wir haben so wunderschöne Mütter bei uns auf der Arbeit manchmal, die einfach Freude machen anzugucken oder Menschen, die tolle Dinge nennen, begnadete Sänger, Gitarrenspieler... wir haben so vielseitige Menschen bei uns aus der Arbeit, die eben Eltern von Lebenszeit verkürzener kranken Kindern sind.

00:32:49: aber nicht nur und das finde ich auch immer wichtig noch im Kopf zu haben und auch die Eltern nicht immer nur zu fragen Geht sie mit ihrem Kind, was macht ihr Kind?

00:32:58: Wenig Leute dann fragen wie geht es ihnen denn wirklich.

00:33:01: Weil man gar nicht mehr das sieht oder weil ich die Antwort nicht halten könnte, bin ich sicher aber ich glaube dass ist wichtig den Eltern immer mal wieder auch zu symbolisieren.

00:33:10: Ich seh dich in deiner Ganzheit und auch daran verinnern, dass sie auch noch mehr sein dürfen.

00:33:16: Das war dir auch eine gute Instanz, dass sie da immer wieder einen Platz für bekommen.

00:33:21: Ja es ist oft so, dass Sie sagen ach das sind das habe ich früher total gerne gemacht bin ich ewig nicht zugekommen und dann kriegen wir wieder so ein Impuls und nähen mit ein paar Leuten zusammen.

00:33:30: oder ich hab tolle Kolleginnen die guten Nähen und dann nennen die mal drei Tage durch und sind wir total angefixt und haben plötzlich nen Hobby wieder entdeckt was ihnen abends Kraft gibt was sie aber auch machen können währenddessen die Kinder schlafen und wenig extra dafür wegfahren müssen oder so ne?

00:33:45: Ja, Distanz und Nähe.

00:33:47: Das ist ja auch immer dieses Ding.

00:33:50: Da hast du geschrieben, Distanz halten und professionelle Nähe aufbauen.

00:33:54: Das hat mir auch gut gefallen diese Formulierung.

00:33:57: Da sagt der Anna mal was so?

00:33:59: Ja das habe ich toll geschrieben, aber die Teref oft einfach auch schwieriger.

00:34:05: Ich glaube es ist wichtig, dass wir uns nicht zu tief reingeben weil wir dann wieder in diesem Mitleid sind.

00:34:11: Wenn plötzlich meine beste Freundin ihr Kind verliert das ist ja natürlich was ganz anderes als wenn die Frau Meier mit der ich lieben Kontakt hatte immer gefreut habe.

00:34:22: aber wenn die ihr Kind verliert dann ist es anders als wenn das plötzlich meine beste Freundin geworden ist.

00:34:27: und ich glaube man muss gerade als professioneller Begleiter auch ein gutes Gefühl für seine eigenen Grenzen haben Weil wenn man immer drüber hinweggeht, dann hilft man vielleicht den ersten vier Familien und beim fünften kann man nicht anders als Einkaufslistenschreiben werden dessen man zuhört im Kopf.

00:34:43: Und deswegen ist es, glaube ich, wichtig auch Grenzen zu setzen.

00:34:46: Auf sich selber zu achten und nicht zu vergessen dass man gute Kollegen hat die ebenso gut mittragen können und nicht so glauben das mal alles irgendwie alleine schaffen muss weil die Mutter mich gerade am allerliebsten hat.

00:34:59: Das ist natürlich bei uns im Haus so dass jeder von uns ein paar Familien hat wo man weiß mit denen kann man leichter ins Gespräch kommen.

00:35:09: Aber trotzdem glaube ich, so eine gesunde Distanz eben auch wichtig ist.

00:35:13: Dass man nicht irgendwie Handynummern austauscht auf Facebook noch befreundet bleibt weil das einfach auch andere Erwartungen auslöst.

00:35:21: sind die Eltern auch mal enttäuscht weil man auf Facebook nichts zurückgeschrieben hat oder weil man nicht ans Telefon gegangen ist nicht dreimal die Woche nachgefragt hat den Geburtstag vergessen hat?

00:35:31: also wir schummeln uns da dann in so einer beste Freundinnenrolle die wir eigentlich nicht haben.

00:35:37: Ja, so Freundschaft ist glaube ich gegenseitig und das was wir machen ist ja eigentlich den Familien zugewandt sein und uns ein Stück weit zurückzunehmen.

00:35:45: Und trotzdem glaube ich dass Beziehung gut funktioniert wenn man auch einen stück von sich rein gibt.

00:35:51: Und da glaube ich leben wir Kollegen im Haus es sind alle relativ unterschiedlich.

00:35:56: Ich habe Kolleginnen gegeben relativ wenig von sich preis auch in Gesprächen die sind ganz bei den Eltern.

00:36:02: Wir sind da bisschen distanzierter und es gibt andere die plappern so, wie der Schnabel gewachsen ist.

00:36:08: Wie alt ihre Kinder sind und zeigen sie Bilder vielleicht von ihren Kindern?

00:36:12: Und ich glaube das da Bindung passiert und die Eltern das schön finden auch wenn sie eine Idee davon haben wer das gegenüber ist.

00:36:18: aber eben zu einem gewissen Punkt.

00:36:22: Ich glaube es gibt immer mal wieder Tage wo man denkt Also mir geht das so.

00:36:25: Ich denke manchmal, oh da hast du jetzt aber ordentlich Fick.

00:36:28: Was als ich geheiratet habe?

00:36:29: Ach!

00:36:29: Ich war so glücklich und so aufgeregt Und hab irgendwie alle Eltern teilhaben lassen an meiner Aufregung.

00:36:35: Ich glaube die fand es schön, ich glaube ganz viel Bindung passiert.

00:36:39: Aber ja... Ich muss halt auch echt sein.

00:36:41: Ja, ich darf so kann man sagen Es muss von Herzen kommen und echt sein und ich glaube wenn ich eine sehr reservierte Persönlichkeit mimen müsste Das würde mir keiner abnehmen.

00:36:51: Anderswo muss man natürlich auch gucken, dass man da ein bisschen beiflach hält und nicht... nachher alle Familien auf deiner Hochzeit einlädt.

00:36:59: Ja, eben der Unterschied in der Zeit wo sie bei euch sind aber eben nicht unbedingt darüber hinaus.

00:37:05: Dass man diese professionelle Nähe aufbauen also das fand ich irgendwie so eine total tolle Bezeichnung dass es schon eine Nähe ist aber eben professionell eben nicht wie die gute Freundin Das ist ja gar nicht leistbar wenn das dann mal bei jemandem passiert.

00:37:17: das kann ja sein das kenne ich auch dass Patienten plötzlich Freunde werden Aber da guckt man ja dann nochmal genauer hin und dass man's auch wirklich leisten

00:37:25: Ja, ja.

00:37:26: Und trotzdem irgendwie den Fokus auf professionelle Nähe und eben nicht auf professionele Distanz.

00:37:31: Genau das fand ich so schön dass du das nochmal so anders aufgebröselt hast genau.

00:37:38: Dann hätte ich gerne noch mal was dazu gehört.

00:37:41: die Frage die man kennt warum passiert mir das?

00:37:43: Warum denn uns?

00:37:45: Du hast geschrieben warum wird zum wie?

00:37:49: Ja genau!

00:37:50: Ich glaube es ist auch die warum-frage keine Antwort geben kann.

00:37:53: Und natürlich fragt man sich das und natürlich müde man sich daran ab, wir haben eine Seesäugerin bei uns im Haus die ganz oft mit den Eltern auch bespricht sie kann ja lieber Gott sowas zulassen.

00:38:05: warum ich was habe ich falsch gemacht?

00:38:07: Das ist meine Strafe.

00:38:08: es gibt ja auch Kulturkreise die krankte Kinder eben auch als strafe interpretieren Und ich glaube, dass es einfach Teil des Prozesses ist sich diese Fragen zu stellen aber eben auch ins leere Läufe weil wir niemals eine Antwort darauf bekommen werden.

00:38:23: Ja und deswegen ist das glaube ich wichtig die ganze Kupfen wie können wir damit umgehen?

00:38:27: Was machen wir jetzt, die können wir gut weiterleben.

00:38:30: Wie können wir das was da gerade passiert ist vielleicht auch eine gute energie umwandeln?

00:38:35: also zum beispiel ich hätte ja jetzt in der zia ausbildung einfach meine ausbildung schmeißen können und sagen können es fürchterlich ich wollte nie mit totem kontakt kommen.

00:38:44: ich möchte nie wieder etwas darüber hören dass kinder sterben und mich traumatisiert zurückziehen.

00:38:49: vielleicht so aber Dann nach vorne zu gucken, was kann ich denn daraus machen?

00:38:54: Es gibt so viele Eltern die dann Selbsthilfegruppen machen und ihre Erfahrung teilhaben lassen.

00:39:00: Oder anderen Eltern, die in diese Situation kommen, erkrankte Kinder zu haben.

00:39:03: Die beraten und sagen, das kann man noch beantragen oder bekommen.

00:39:07: Das will euch das Leben leichter machen.

00:39:09: Und das einfach für andere Menschen zu wandeln.

00:39:13: Gute Dinge!

00:39:14: Das Umwandeln ist ganz wichtig.

00:39:16: Dass man da nicht so hängen bleibt auf einer Frage, die definitiv nicht zu beantworten ist.

00:39:21: Ja und ich verstehe dass sie sich hier immer wieder stellen.

00:39:24: Ich wäre genauso denke ich aber weiterzugehen und nicht in der Vergangenheit zu hängen und zu überlegen warum, sondern nach vorne zu gehen und zu gucken wie?

00:39:34: Ich glaube das ist wichtig.

00:39:36: Ja ganz wichtig.

00:39:38: Ich glaube, ich würde mir auch stellen die Frage.

00:39:40: Wie sind wir da auch so konditioniert?

00:39:42: Aber eben dann zu sagen okay es gilt weiterzugehen und wie mache ich's denn?

00:39:47: Ja, und da gibst du ja mit deinem Buch und deiner Arbeit ganz viel Hilfestellung.

00:39:52: Das ist auch wirklich wichtig und großartig!

00:39:55: Was ich auch gerne noch von dir hören würde – besondere Worte.

00:39:58: Ein Kapitel die suche nach den richtigen Worten.

00:40:01: Wir haben es eben schon ein paar Mal gesagt Menschen sind dann oft sprachlos hilflos Und ich liebe einfach schöne Worte.

00:40:07: oder wenn man Situation anders benannt, anders ausdrückt.

00:40:11: Dann hast Du zum Beispiel Worte wie Trauerliebe Oder Finalversorgung.

00:40:18: Also, sag doch bitte da noch mal was zu!

00:40:20: Ja genau also das finde ich ganz wichtig dass wir achtsam mit Worten umgehen.

00:40:24: Ganz oft trüsten wir hinweg und sagen ach das wird schon wieder oder sagen so unbedachte Dinge.

00:40:31: und gerade bei kleinen Kindern übrigens auch wenn wir vom Tod sprechen dann sagen wir selten tot sondern jemand ist eingeschlafen auf Reisen gegangen oder wir haben ihn verloren.

00:40:42: Das sind so Dinge, damit können Kinder gar nichts anfangen verloren.

00:40:45: wie oft am Tag verliert meine Tochter hier irgendwelche Dinge und findet sich später wieder?

00:40:49: Wie soll sie dann verstehen dass der Opa wirklich nie wieder kommt?

00:40:51: Oder eingeschlafend die können schon auch Englischentwickeln da hingehen wenn Sie einschlafen dann wissen ja auch nicht ob sie überhaupt immer jetzt wiederkommen.

00:41:00: So das glaube ich auch.

00:41:01: wichtig ist die dinge beim Namen zu benennen Und trotzdem liebevoll einfach auch die Worte zu wählen.

00:41:08: Es gibt ja auch in unserer Sprache wüchterliche Wörter für Sterben, so Verrecken oder solche Dinge.

00:41:14: Dass wir solche Wörtern vielleicht gar nicht wählen, sondern Trauerliebe zum Beispiel finde ich ist einfach ein schönes Wort.

00:41:22: Trauer ist Liebe und dann immer wird trauern.

00:41:25: Ja, betrauen wäre eigentlich dass unsere Liebe nirgendwo mehr hin kann!

00:41:28: Ich glaube machen uns im Alltag zu viele Gedanken was wir wirklich sagen und dann sage ich lieber gar nichts.

00:41:35: Wechsel die Straßenseite vielleicht.

00:41:37: Und wir haben es ja eben schon gesagt, also zuhören ist einfach so viel wichtiger.

00:41:40: und zu fragen wie geht das dir heute?

00:41:42: So eine Frage wie geht's dir generell?

00:41:44: Das ist häufig zu groß.

00:41:46: was soll man sagen?

00:41:47: aber wie gehts dir heute?

00:41:49: Wie war die Nacht?

00:41:50: Konntest du schlafen?

00:41:51: Hast du heute schon etwas gegessen?

00:41:53: Das sind vielleicht zielführende Fragen, große Fragen.

00:41:57: Und dann glaube ich dass es den Trauerenden am Ende auch gar nicht so viel darauf ankommt, wer was gesagt hat.

00:42:03: Sondern viel mehr auch darauf, wer da war und zugehört hat.

00:42:08: Dass wir uns einfach den Druck selber nehmen.

00:42:10: natürlich gibt es da irgendwie tolle Worte und weniger tolle worte aber am Ende glaube ich geht's ums Dasein und in Kontakt sein.

00:42:18: oft sagen die Eltern Ich habe das Gefühl ich bin mit gestorben weil die Leute dann die Straßenweite wechseln weil sie einfach Angst haben was falsch zu machen und damit machen Sie eigentlich das falsche was man machen kann.

00:42:28: die Menschen allein lassen.

00:42:32: Das ist ein ganz blöde Sache.

00:42:33: Ja, aus lauter Hilflosigkeit.

00:42:36: Auch schon

00:42:37: wieder traurig!

00:42:39: Ja ja total.

00:42:40: wenn dann auch noch die Freunde ausbleiben und wir ganz alleine sind in ihrer Trauer.

00:42:45: Es ist leider so.

00:42:47: Ich sage mal der Trauer zeigt es sich wer wirklich Freund ist das sortiert es sich ganz schön aus.

00:42:54: Was die Eltern häufig auch sagen

00:42:57: Ihr bietet Rituale an als Hilfe.

00:43:00: Was gibt es dafür Ritua?

00:43:02: Kannst du da unseren Hörerin was sagen, was sie vielleicht auch ganz gut weiter nutzen können?

00:43:07: Genau, wir haben eine breite Palette an Ritualen und gucken dann einfach immer was für die jeweilige Familie eben auch im Betracht kommen könnte.

00:43:15: Was wir immer machen ist wenn die verstorbenen Kinder in den Abschiedsbereich gebracht werden.

00:43:20: Wir haben also bei uns im Haus einen Bereich in dem ein Kühlbett steht indem die Kinder dann aufgebahnt werden können für ein paar Tage.

00:43:27: Und wenn die Kinder dorthin gebracht werden dann stehen immer alle Mitarbeiter spaliere und leuchten den Kindern den Weg.

00:43:34: Und das ist oft ein schönes Zeichen auch für die Familien zu wissen, die sind nicht alleine und da sind noch ganz viele andere.

00:43:40: Und eben für uns Mitarbeiter auch etwas, woran wir uns festhalten können und was wir nonverbal sagen können mit diesem Licht.

00:43:47: Ich glaube es ist doch für die Mitarbeiter wichtig.

00:43:49: Ebenso machen wir das wenn die Kinder abgeholt werden aus dem Abschiedsbereich.

00:43:53: dann leuchten wir unseren kleinen Freunden nochmal den Weg bis zum Bestatter.

00:43:59: Bemahlen wir häufig Särge wenn das gewünscht ist von der Familie.

00:44:03: Und wie gesagt, es gibt Familien, zu denen will er das gar nicht passen und es gibt andere Familien, zudem passt das ganz wunderbar!

00:44:09: Dafür ist einfach auch gut dass wir so viel vorher schon Gespür für die Familien entwickeln durften und sie schon ein Stück weit kennenlernen konnten.

00:44:16: Bei Kindern wählt man häufig weiße Särge und dann kann man die Bund bemalen.

00:44:22: Geschwisterkinder malen häufig von innen damit die verstorbenen Geschwister es auch noch sehen können.

00:44:27: Das verwandelt dann eben so ein Angstbesetzen-Sag, vielleicht?

00:44:31: Auch einfach eine Schatzkiste und was ganz liebevoll ist.

00:44:34: Pinselstrich für Pinselstricke hat dann Liebe durch.

00:44:37: Wenn das für Familie nicht passt, gibt es wunderschöne andere Rituale.

00:44:41: Viele Menschen möchten gerne noch Fußabdrücke nehmen oder Fingerabdrücke.

00:44:47: Das ist auch wunderschön, weil man in dem Moment einfach auch bleibende Erinnerungen kreieren kann.

00:44:52: Es gibt Menschen die sich von diesen Fingern und Fußabdrücken Ketten- oder Abendmänder fertigen lassen und so eine Erinnerung dann für immer bei sich tragen.

00:45:00: Es sind andere Familien, die wollen gerne noch ne Haarstrene abschneiden als Verinnerung.

00:45:05: Und so entwickeln auch Familien ihre eigenen Rituale, wenn man sie lässt.

00:45:11: Wenn man dahin kommt und sagt so Tag tag tag wir müssen jetzt den Sack bemalt Und das und dass und dann ist die Trauer weg?

00:45:16: Dann ist natürlich schlecht.

00:45:17: aber wenn man sagt So könnte das was für sie sein oder welche Idee haben Sie?

00:45:22: Wohinach ist ihnen Was glauben sie wäre jetzt gut Für sie?

00:45:25: dann glaube ich kann man auch eigene Familien-Ritualen entwickeln.

00:45:29: Das ist glaube ich wichtig handlungsfähig bleibt.

00:45:32: Also darum geht es ja eigentlich bei Ritualen, dass man etwas hat, woran man sich auch festhalten kann was Sicherheit vermittelt.

00:45:40: das ist glaube ich ganz wichtig.

00:45:42: Ja genau Handlungsfähigkeit bleiben

00:45:46: und dabei handlungsfähig zu sein Das ist für uns auch immer wichtig im Abschiedsbereich nicht den Eltern alles aus der Hand nehmen und sagen Ich telefoniere mit dem Bestarter Ich wähle ihm den Sarg aus können wir noch mal eben zu ihnen nach Hause fahren Und dann holen wir nochmal eben die Lieblingsbettwäsche von ihrem Kind.

00:46:00: Das ist alles lieb gemeint, aber am Ende sitzen die Eltern da mit leeren Händen und wissen nicht was sie tun sollen.

00:46:06: Ich glaube es ist besser, die Eltern mit eins beziehen wenn man die Kinder zum Beispiel noch mal wäscht.

00:46:10: Die Eltern zu fragen, was möchten wir, was die Kinder anziehen?

00:46:13: Glauben Sie ihr Kind hätte gerne seine Bettwäsche von Zuhause.

00:46:16: Wollen Sie das holen?

00:46:17: Sollen wir das machen?

00:46:18: Möchten Sie Familienangehörigen Bescheid geben?

00:46:20: Sollten wir dass machen immer wieder Handlungsmöglichkeiten geben und immer wieder Entscheidungsfähigkeiten?

00:46:25: Hier sind in der Situation in denen so viel Kontrollverlust erleben Da ist, glaube ich jedes bisschen Kontrolle was man noch haben darf und kann Gold wert.

00:46:36: Ja ganz wichtiger Aspekt, dass auch wieder diese Sache mit etwas hilft man oder mit was meint man zu helfen?

00:46:42: Es gibt bestimmt bürokratische

00:46:46: Dinge wo die Eltern waren, euch kann jetzt nicht und ich weiß jetzt nicht.

00:46:49: Und so wo es gut ist wenn da jemand ist und sagt wir haben hier einen Bestatter, bei dem arbeiten wir schon länger zusammen dann nicht eben per Wehe.

00:46:57: Ja, und ich habe eben auch noch mal gedacht wo du sagst die Geschwisterkinder bemalen den Sarg von innen.

00:47:01: Das finde ich ja ganz interessant.

00:47:03: das hab' ich so noch nie gehört.

00:47:04: also sagen beim Wahlen kenne ich ja aber das find ich ja auch nochmal schön diese Vorstellung die denen auch haben dass die verstorben Kinder das auch noch sehen wie schön ist das denn?

00:47:13: Und dass es dann kein falsch und kein richtig gibt als sie das dann auch machen dürfen uns nicht heißt nein nein nein jetzt wird nur außen bemalt.

00:47:22: Ach toll, ja es ist schon großartig was es da mittlerweile alles für Möglichkeiten gibt.

00:47:27: Ja ich möchte dich gerne bitten auch noch etwas zu erzählen.

00:47:31: Du beschreibst ja auch viele Geschichten und sagst du haben wir herzhaft gelacht?

00:47:33: Du hast sogar einmal geschrieben dass du ein Lachkrampf gekriegt hast.

00:47:37: und ja erzähl doch bitte nochmal so ein zwei Geschichten die dir vielleicht zu spontan einfallen wo was was ausgesprochen Heiteres passiert ist oder was einen amisiert.

00:47:45: Ach wer lachen so viel bei uns im Haus.

00:47:47: Häufig sind Situationen komisch!

00:47:49: Was mir jetzt gerade einfällt ist, das war an einem Adventssonntag.

00:47:53: Da wollten wir Kekse backen und ich hatte unseren SSJ gebeten ganze Haselnüsse zu kaufen.

00:47:59: Und der hat es sehr wörtlich genommen und hat dann Haselnüse mit Schale mitgebracht.

00:48:03: Das habe ich dann aber erst in dem Moment gesehen und dachte auch, wie soll man das machen?

00:48:09: Wir hatten keinen Musknacker!

00:48:10: Es war Sonntag, wir konnten keinen kaufen und standen dann von diesen ganzen Nüssen... Und dann war es neben uns ein Mädchen im elektrischen Rollstuhl und hat gesagt, das ist doch kein Problem.

00:48:20: Und dann ist sie so zweimal hin und her über die Tüte und zack waren alle Nüsse geknackt.

00:48:25: Ich habe

00:48:25: gedacht, wie praktisch eigentlich, wie gut dass wir so schlaue Ideen haben.

00:48:30: Die Kekser haben besonders gut geschmeckt!

00:48:32: Das war einfach irgendwie witzig.

00:48:34: Ja, das war eben geregelt.

00:48:36: Super, super großartig.

00:48:38: Sehr gut, sehr gut!

00:48:42: Wir haben doch so ein Pool stehen und die neuesten Mitarbeiter werden da immer getauft.

00:48:46: Meist die neusten Mitarbeiter dann in den Pool?

00:48:48: Sehr zu Freude der Kinder.

00:48:51: Solche Dinge einfach, dass man auch miteinander guckt wie man es auch im Team gut miteinander auffallen kann und viel der Traurigkeit entgegensetzen kann.

00:49:00: Die Kinder lachen ganz viel.

00:49:01: Wir waren auch in einem Musical, wo ein Junge so laut gelacht hat, dass wir alle umgedreht haben und dann durfte er später sogar auf die Bühne mit diesen Drums von den Schlagzeugern mitspielen.

00:49:11: Und das war einfach der ganze Wahl, hat gelacht und sich mit gefreut darüber, dass das Kind sich gefreuthert.

00:49:17: Ja, das ist ja toll!

00:49:18: So was finde ich ja nochmal ganz großartig, dass es dann keine Rügel gab nachdem du störst?

00:49:22: Das ist ja leider oft beim Lachen so, sondern dass sie so eine Reaktion hervorgerufen hat.

00:49:26: Wie großartiges das

00:49:28: denn?!

00:49:30: Toll, das freut mich gerade ganz besonders.

00:49:33: Ja noch einmal auch zurück zu deinem Peace Love and Party-Buchtitel.

00:49:37: da würde ich dich darüber bitten wie ist dieser Titel entstanden?

00:49:41: Das ist tatsächlich auch eine lustige Geschichte.

00:49:44: Peace Love & Party ja genau!

00:49:45: Ich habe immer mal so Ideen gehabt wie ich mein Buch nennen könnte und immer wenn ich das irgendwie im Gewagt hab hat das gegenüber so gesagt Und dann dachte, nee so kann das nicht heißen wenn das solche Reaktionen auslöst.

00:49:56: Das ist mehr als ein ... Ja!

00:49:59: Mein Buch nochmal durchgeblättert und geguckt und geguckt und war auf der Suche nach irgendeinem Hinweis, den ich dann tatsächlich bekommen habe und zwar dass eine Geschichte in meinem Buch ganz finden.

00:50:09: Da geht es um einen jungen Mann und ein Pfleger von uns.

00:50:12: Sie hatten eine ganz besondere Beziehung miteinander, haben die glaube ich auch immer noch über den Tod hinaus so... Und die Weinen haben sich Karneval immer verabredet mit den neuesten Kostümen!

00:50:21: Und sie waren in einem Jahr Ballerinas der Junge, der hatte im Tü-Tü an Ballerina-Schleppchen bei dem Reuchstuhl und mein Kollege, der hat so ein riesen aufblasbares Kostüm.

00:50:33: Wir haben alle so viel Spaß gehabt und so viel gelacht.

00:50:35: Ja das war einfach irrewitzig.

00:50:37: Wir hatten einfach einen ganz tollen Tag und nächstes Jahr, Karneval wollten die beiden noch einen draufsetzen.

00:50:42: Da war der Junge leider schon verstorben in der Zwischenzeit.

00:50:45: Und mein Kollege ist aber trotzdem mit dem verabredeten Mehrjungsfrauenkostüm zum Dienst gekommen.

00:50:50: Das war auch ganz schön und lustig anzusehen und dann wieder traurig.

00:50:56: Auch so eine Fülle angefühlen.

00:50:57: einfach auf dem Polo-Bars von der kleinen Ballerina stand tatsächlich Peace Love and Party!

00:51:05: Ich habe gedacht Das passt einfach so gut zu uns und zu unserem Haus.

00:51:09: Ja, also ein Ohr der so viel Frieden ausstrahlt weil die Liebe allgegenwärtig ist und will dabei nie vergessen das Leben zu feiern!

00:51:16: Ich habe in dem Moment gedacht ja danke Fabi, niemals geht man so ganz.

00:51:20: Das war Fabis Idee mit dem Titel.

00:51:22: Ganz toll, richtig gänselhaft dabei wenn du das so beschreibst.

00:51:25: Also zu sagen dass das wirklich die Überschrift von eurem Haus ist, das ist schon echt großartig.

00:51:30: Ja da habt ihr einen ganz tollen Platz geschaffen.

00:51:33: Ganz wunderbar.

00:51:35: Ich glaube, das ist was uns übereimträgt.

00:51:38: und natürlich gibt es Momente die sind tief traurig.

00:51:41: Und da will auch gerade keiner lachen!

00:51:44: Da geht's eben nicht darum, dass über die Trauer hinweg zu trösten und sagen hey wir sind doch hier der Partyverein jetzt muss auch mal wieder gut sein.

00:51:51: Aber ich glaube dieses Peace dieser Frieden liegt auch darin, dass man so sein darf wie man.

00:51:57: Willung, wie man das gerade in dem Moment empfindet und dass auch ausleben darf.

00:52:01: Weil Trauer eben auch Liebe ist.

00:52:02: Das steckt ja auch an einem Lauf.

00:52:04: Und Party vielleicht auch die Hoffnung, dass es wieder schöne gute Momente geben kann trotz der Trauer oder mit der Trauern?

00:52:12: Ja, und auch der Respekt liegt da drin.

00:52:14: Da habe ich im Grad so gedacht Mit Peace und Love und Party also... Wenn was im Hospiz dann gerade ist, dass eben grad ein Kind am Sterben ist oder grad verstorben ist.

00:52:23: Dann ist der Respekt von allen da!

00:52:26: Dass es in Stille ist und das Respekt voll damit umgegangen wird, dass keiner da laut krackhehlend durch die Gegend rennt.

00:52:33: Es sei denn, dass es sogar gewünscht ist ne?

00:52:35: Ich habe mal einen Podcastaufnahme von Fruchtalarm gemacht und da hieß es, als ein Kind verstorbt Die Eltern gesagt haben, extra kommt laut rappeln mit eurem Wagen weiter rein.

00:52:46: Das hat sie immer so geliebt.

00:52:48: Also da war es auch eine Verbindung.

00:52:49: die durften dann laut sein weil sie auch dachten wir müssten jetzt schleichen.

00:52:53: Auch da wieder dieses individuelle.

00:52:55: der eine braucht dann wirklich seine Ruhe und sagt jetzt kann ich gar nichts haben Ich bin ja so sensibel auf jedes Geräusch oder der andere sagt nein bitte wie immer Es war doch so schön.

00:53:04: Wir haben keine künstliche Atmosphäre von.

00:53:06: wir müssen jetzt so uns in der Trauer verhalten.

00:53:08: natürlich ist das ne besondere Atmosphäre und vielleicht auch erst mal gedrückt.

00:53:12: aber die anderen Kinder, die im Haus sind.

00:53:14: Die leben, die Geschwisterkinder und so.

00:53:17: Die erinnern uns ja in jeder Sekunde daran weitermachen wir miteinander weiterleben und da keiner jetzt irgendwie traurig sein muss oder schwarz tragen soll oder sowas sondern wir bleiben einfach miteinander in Kontakt und besinnen uns auf die schönen Momente, die wir hatten.

00:53:33: Genau, die Erinnerung.

00:53:34: Ganz wichtig!

00:53:35: Ja noch eine Frage.

00:53:37: du bist jetzt bei mir im Podcast und ihr habt auch einen Podcast.

00:53:41: der Podcast heißt Schluss mit Lustig-Fragezeichen?

00:53:46: Ja das finde ich interessant.

00:53:47: erzähle doch da nochmal was zu.

00:53:49: Ja das hat mein Kollege ins Leben gerufen und mittlerweile hat er Marco den übernommen.

00:53:54: es ist uns einfach so wichtig diese Lebensfreude die in unserem Haus steckt nach außen zu transportieren.

00:53:59: Ich habe Mütter erlebt, die haben Kinder, die sind fünfundzwanzig, also junge Erwachsenen und die kommen zu uns trauen sich endlich bei uns einen Aufenthalt zu haben und die weinen über die Zeit in der sie sich das selber nicht erlaubt haben weil sie dachten es wäre ausschließlich traurig bei uns.

00:54:14: ich möchte das nicht mehr erleben.

00:54:15: ich möchte dass Menschen gut informiert entscheiden können ob das haust bei uns oder bei Kollegen in anderen Hospizen etwas für sie sein könnt, oder nicht.

00:54:23: Ich möchte die Öffentlichkeit informieren und denen sagen ja es ist traurig aber es ist auch ganz viel Liebe und Fröhlichkeit da und wir können gemeinsam noch eine tolle Zeit haben.

00:54:32: dafür sind eben wichtig die Öffnlichkeits erreichen und ich habe das mit meinem Buch getan und mein Kollege mit dem Podcast.

00:54:37: Da interviewen wir immer mal wieder Menschen aus dem Haus.

00:54:40: Die Eltern aus meiner Elterntrauergruppe zum Beispiel haben berichtet, wie es ihnen geht und was für sie war als ihre Kinder verstorben sind, wie sie weiterleben.

00:54:48: Letztens waren Geschwister-Kind, also ein junger Erwachsener mittlerweile, der erzählt hat, wie's ihm geht mit der Situation, dass seine Schwester erkrankt ist, wie so'n Familienleben aussieht?

00:54:58: Ja!

00:54:58: Wir versuchen einfach diese Lebensfreude und all das, das wir noch sind außer Tod und Trauer die Menschen zu transportieren.

00:55:07: Ja, ist das wunderbar.

00:55:08: Gute Aufklärungsarbeit aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln!

00:55:12: Ja, genau.

00:55:13: Und auch für die Familien in unserem Haus.

00:55:14: Man denkt ja... oder ich denke manchmal, die wissen ja alles und sie sind ja schon so lange hier.

00:55:18: Ich habe mir jetzt so oft Menschen aus dem Haus angesprochen, die mein Buch lesen haben und gesagt haben, ich wusste ja gar nicht dass man solange im Abschiedsbereich sein kann oder ich hab mich nie getraut da rein zu gehen.

00:55:28: Ich würde den jetzt doch gerne mal sehen oder?

00:55:31: Ich wollte nicht das mein Kind aufgebahnt wird weil ich immer dachte meinem Kind werden die Augen unter Mund zugenäht wenn er da oben liegt.

00:55:37: Also, die haben dann von irgendwo her irgendwelche Ideen dazu und fragen sich das nicht vielleicht nochmal zu besprechen.

00:55:44: Dadurch dass sie da in diesem Podcast hören, haben Sie noch mal neue Ideen oder das Buch gelesen haben?

00:55:50: Das ist einfach schön, dass man dadurch auch noch mal Barrieren abbaut und ins Gespräch

00:55:54: kommt!

00:55:54: Ja, ich kann es nur wiederholen.

00:55:56: Er ist da ja so ein großartiges Haus mit so viel auch unterschiedlichen Räumen und dann haben wir noch gar nicht so drüber gesprochen.

00:56:01: Es gibt ja ganz viele Räume wo die Kinder sich austoben können und verweilen können und die Eltern mit dem Whirlpool.

00:56:07: was ich ganz am Anfang gesagt habe also ganz ganz viele Aspekte wo Die Hörerinnen darauf aufmerksam machen möchte, schaut euch die Internetseite an oder lest das Buch.

00:56:16: Weil es springt jetzt hier unseren Rahmen dann noch mehr drauf einzugehen.

00:56:21: Ich habe aber jetzt nochmal eine Standardfrage weil wir sind jetzt am Schluss schon angekommen.

00:56:25: lieber Nadine was bedeutet für dich ganz persönlich Lachen Witz und Tumor?

00:56:30: Lebensenergie wenn man war vom Herzen lacht.

00:56:33: ich fühle mich so lebendig wenn ich lache Und ich finde dass geht von Herz zu Herz.

00:56:38: Wenn ich mit Eltern auf der Arbeit lache sind die Herzen connectet.

00:56:41: Ich finde es ist nichts, was man erzwingen kann und nicht, dass man auf Biegen und Brechen irgendwie durchziehen muss.

00:56:48: aber ich glaube wenn es gelingt das ist ein Rievengeschenk.

00:56:52: Die Herzen connectet hört sich gut an.

00:56:55: Lachen verbindet, ja wunderbar!

00:56:57: Ja, liebe Nadine hast du noch?

00:56:59: Ich meine, du hast ja schon ganz viel gesagt was dir am Herzen liegt und was wichtig ist.

00:57:03: aber hast du auch so eine Botschaft die dir auf der Zungenspitze sitzt wo du sagst Mensch das würde ich jetzt gerne noch los werden dann hättest du jetzt die Möglichkeit.

00:57:10: Ja auch nicht mehr dafür plädieren dass man sich traut dass man mutig ist und einfach auf trauende Menschen zugeht Auch nein akzeptiert also Bedingungslos immer drauf eingrescht, wenn das Gegenüber was Nein sagt.

00:57:23: Also ruhig auch Nein akzeptieren aber dranbleiben und es nicht persönlich nehmen und am nächsten Tag vielleicht wieder fragen und konkrete Hilfestellungen geben und ich sagen, wenn was ist ruf mich an!

00:57:32: Das können Menschen in der Situation nicht selber anrufen oder nochmal nachfragen eine Suppe vor die Tür stellt whatever, aber so konkrete Dinge von sich heraus und keine Angst haben dass man etwas Falsches sagt oder was Falsches macht sondern In Kontakt bleiben, das ist ein Riesengeschenk in jeder Situation.

00:57:50: Ob in unserem Kinderhospiz oder ganz privat im Umfeld.

00:57:54: Ich mag dafür plädieren dass wir alle ein bisschen mutiger werden am Umgang mit Trauernden weil Trauernde sind einfach auch nur liebende.

00:58:01: Ja, da sagst du ganz wichtiges Sachen.

00:58:03: Zum Beispiel mit dem die sind dich immer um der Lage sie selber zu melden.

00:58:08: Man ist in der Trauer wirklich drauf eher angewiesen dass jemand anruft und wie du sagt einfach eine Suppe vor die Tür stellen also gerade die Versorgung mit Essen und und und ja danke es gibt

00:58:17: ja so viele Möglichkeiten wo man konkret helfen kann.

00:58:20: Und das wirklich anbieten?

00:58:21: Das ist das noch mal ganz wichtige was du da nochmal gesagt hast.

00:58:25: Und nicht, naja die wird sich ja melden wenn sie es braucht.

00:58:27: Nein in der Lage ist man dann manchmal gar nicht mehr.

00:58:29: Nee

00:58:30: so funktioniert das nicht in der Trauer.

00:58:33: Ja, jetzt schwenke ich nochmal um von der Trauer zum Lachen.

00:58:36: Wir haben es immer alle dicht beieinander.

00:58:38: Zum Schluss lache ich ja immer gerne mit meinem Interviewpartner-Partnerin.

00:58:42: Lasst da noch eine Runde mit mir?

00:58:43: Na klar!

00:58:44: Ah

00:58:45: wie schön, dann lass uns auch mal lachen.

00:58:49: Das Leben feiern.

00:58:56: Wie gut dass es Lachen gibt.

00:58:59: Ach, liebe Nadine.

00:59:00: Ich bedanke mich für dieses wunderbare Gespräch!

00:59:03: Ich finde das sind so tolle Informationen drin... Ach weißt du was ich jetzt vor lauter Schreck vergessen hab?

00:59:10: Jetzt lachen wir nochmal über mich selber!

00:59:12: Ich habe ja noch gar keine einzige Lachjuggerübung gemacht.

00:59:15: Mit unserem Hin und Her die Bälle flogen nur so hin und her dass sich mein Lachjuggerübungsblock noch nicht gemacht hat.

00:59:21: Das ist mir noch nie passiert.

00:59:22: Der kommt jetzt aber noch.

00:59:25: Da haben uns gut eingelacht.

00:59:27: Dann lade ich dich dazu ein, noch ein paar Übungen mit mir mitzumachen.

00:59:30: Die Hörerinnen auch!

00:59:31: Und zwar haben wir ja jetzt schon mehrfach gesagt Lachenweinen so eng beieinander und beides ist willkommen.

00:59:37: Es gibt eine Übung die heißt Ein lachendes oder ein weines Auge.

00:59:40: Da halten uns bitte mal mit der linken Hand das linke Auge zu und das rechte lacht.

00:59:48: Dann halten wir uns das rechte Auge zu, dass Linke weint.

00:59:54: Dann fängt das Linker aber an zu lachen!

00:59:59: Dann halten was Linke zu, das rechte Weint.

01:00:05: Dieser Wechseln hat ich mal unmittelbar ganz ratzfatz sein kann und alles ist gut.

01:00:10: Alles darf sein.

01:00:12: Das Jammerlachen, das lieb' ich sehr weil wir geben dem Jammer einen Raum Aber wir bleiben nicht im Jammern hängen.

01:00:17: Wir wechseln mit dem Lachen und... Dadurch wird unser Großhirn auch darauf trainiert, ich darf wechselen!

01:00:23: Ich muss da nicht im jammern Hängen bleiben.

01:00:26: Also wir geben den Jammern Raum und klagen so viel wie wir wollen.

01:00:31: Ah, ja, ja ... Und dann lachen wir!

01:00:39: Und dann jammern wir wieder.

01:00:44: Und lachen!

01:00:48: Ich habe in dem Rahmen, dass wir dieses Wechseln mehr trainieren und unser Körper und unser Gehirn lernt ich darf wechseln hab' ich eine kleine Reise entwickelt.

01:00:57: Wir fahren erst nach Klagenfurt von dort nach Freudenstadt Dann gehen wir durchs Jammertal und landen in Glücksstadt und trinken dort einen Glücks-Dee.

01:01:07: Also wir fahren erst mal nach Klagenfurt.

01:01:14: Und landen in Freudstadt, Freude!

01:01:18: Wir freuen uns!

01:01:21: Und dann landen wir in Glückstadt!

01:01:31: Ja, und da nehmen wir zwei Tassen und schütten uns den Glücks dahin und her.

01:01:37: Ah ja, aber Glück braucht man auch bei allem was man tut.

01:01:42: Dann auf die Frage Darf ich jetzt überhaupt lachen?

01:01:46: Darf die Übung dass wir eine Hand wie eine Schale öffnen Lachen Die andere hand öffnend nicht lachen?

01:01:52: Und dann werfen wir beide Arme hoch und sagen, ich darf lachen!

01:01:58: Eine hand lachen.

01:01:59: Anderhand nicht lachen.

01:02:01: Ich darf lachen, arme hochwerfen und lachern Ja.

01:02:07: und dann ist es manchmal so dass man sich vielleicht auch ein Lächeln mal ins Gesicht reinrämt mit der Lachkrähme.

01:02:13: Wir haben eine Dose mit Krämen.

01:02:14: da nehmen wir ein bisschen raus und schmieren damit die Mundwinkel hoch weil wir wissen wenn die Mundwinkel hoch gehen Wenn die Endorphine die Glücksbotenstoffe aktiviert und wenn ich aus einer tiefen Trauer nicht rauskomme, dann kann ich mir immer mal wieder die Lachgräme ins Gesicht schmieren.

01:02:31: Und kann da drauf vertrauen?

01:02:32: Der Körper das Gehirn glaubt es!

01:02:35: Dass ich fröhlich bin auch wenn ich es noch gar nicht bin weil des Gehirns kann ich unterscheiden ob ich echt oder gefaked lächle oder lache.

01:02:43: Dann werden die endorphiner aktiviert uns und helfen uns eine gute Möglichkeit sich umzuswitschen.

01:02:48: Ja, von Herzen herzliches Lachen verschenken.

01:02:51: Wie du schon eben gesagt hast mit Lachenkonekten die Herzen und ich sage immer es gibt ja die Sprüche wir lachen vom Herzen, wir verschenke etwas von Herzten.

01:02:59: und jetzt nehmen wir beim Einatmen die Hände auf unser Herz und beim Ausatmen bereiten wir die Händen die arme weitausende Verschenken.

01:03:06: herzliches lachen.

01:03:11: Einatmend die Händer aufs Herz und ein herzliches.

01:03:18: Dann nehme die Hände als Herzsymbol.

01:03:21: Und dann gehen die Händen so in diesem Symbol, gehen die Herzhälften auseinander und atmen ein.

01:03:26: Das ist das Herzstretchatmen.

01:03:28: Das Herz wird weit bei der Trauer wird das Herz oft ja eng.

01:03:31: Bei der Atmung können wir es wieder weiten.

01:03:33: Die Herzhälfte kommen wieder zusammen ausatmen beim Einatmen, Herzstretschatmen das Herz wird Weit und wieder Ausatmen Dann machen wir die reine Herzatmung, die Fingerspitzen zeigen nach unten.

01:03:48: Die Handrücken liegen aneinander und die Fingerspitzen sind sozusagen die Spitze des Herzens.

01:03:53: Dann malen unsere Hände ein Herz.

01:03:55: Wir atmen dabei ein.

01:03:57: Dann gehen die Hände rückwärts wieder am Herz entlang und wir atmen aus bis die Finger wieder in der Herzspitze gelandet sind.

01:04:05: Wir Atmen ein, malen dabei ein Herz das Herz rück wärts malend aber ausatmen.

01:04:13: Sehr schön!

01:04:15: Dann das drei bis vier Herze lachen.

01:04:17: Wir malen ein ganz kleines Herz für uns selber, Lachen leise!

01:04:20: Ein zweites Herz ist schon größer für unsere Nachbarnfreunde und Verwandte.

01:04:25: Ein ganz großes fürs Universum und nochmal ein ganz großes für uns selbst, weil die Selbstliebe ja so wichtig ist damit wir alles schaffen.

01:04:33: Da kann man natürlich zu unserem Thema auch schauen für wen wir sonst noch Herzen malen wollen.

01:04:38: Also diese Übung kann man ja immer auch individuell und je nach Situation erweitern.

01:04:44: Also ein kleines Herz.

01:04:47: Ein zweites Herz, ein größeres.

01:04:50: Ein noch größer.

01:04:52: Der ganz große Herz!

01:04:58: Ja dann möchte ich noch eine letzte Übung machen die Schneekugel.

01:05:01: Wenn es Situationen im Leben gibt, die ganz heftig sind natürlich mich manchmal wie in einer Schneekuge Es wird mich immer wieder einer schütteln und wenn ich denke, Mensch jetzt hat sich doch alles wieder beruhigt.

01:05:11: Nein!

01:05:11: Da nippt jemand die Schneekugel und die Situation ist schon wieder aufgerüttelt.

01:05:15: Ja und das kann man auch schön als Übung machen habe ich mir überlegt.

01:05:18: Wir hüpfen rum und hüpfe und hüpfe und schütte praktisch alles was in dieser Schneekogel ist auf und es geht runter und drüber.

01:05:26: Was auch immer da in unserer Schnee kugelt sich gerade bewegt.

01:05:28: Das ist gut dass wir durch dieses Hüpfen auch in Bewegung bleiben.

01:05:32: Hüpfen ist immer gut, unser System zu sortieren.

01:05:34: Auch wenn wir jetzt gerade die Schlägkugel erst mal durcheinander bringen und dann bleiben wir rückstehen oder rücksitzen so dass ich alle Partikel in der Kugel wieder sortieren können runterreseln sich am Boden sammeln Und das kann wieder Ruhe und Klarheit im Meer einkehren.

01:05:49: diesen Wechsel kann man beliebig machen So wie man merkt ne ich muss weiter hüpfen.

01:05:53: Nein es wirbelt nochmal.

01:05:55: Ach ich probiere in die Ruhe zu kommen.

01:05:57: Also damit kann man auch spielen, dass es einem hilft das Wirbeln zu akzeptieren und in die Ruhe wiederzukommen.

01:06:04: Dann kann man dann auch wieder mehr in Klarheit sehen wie's weitergehen kann.

01:06:10: Ja, das war noch mein kleiner Übungsblock!

01:06:14: Ja vielleicht kannst du da bei dir an der Arbeit auch mal das eine oder andere mit einbauen?

01:06:19: Ja, bestimmt.

01:06:20: Also ich bin ein Yoga-Lehrerin und da habe ich das Gefühl, dass es schon was ist, was die Eltern total gerne annehmen.

01:06:26: Lachjoga ganz sicher auch.

01:06:28: Ja schön!

01:06:29: Dann bedanke ich mich noch einmal jetzt endgültig für dieses wunderbare Gespräch.

01:06:35: Ich danke dir!

01:06:36: Viel Freude weiter bei deiner wunderbaren Arbeit.

01:06:39: Danke!

01:06:41: Tschüss!

01:06:41: Habt einen schönen Tag!

01:06:47: Möchtest du von meinem Podcast durch dein Jahr begleitet werden?

01:06:52: Du kannst ihn kostenfrei abonnieren.

01:06:55: Und wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchtest, findest du Infos auf meiner Internetseite www.lachjoga-silvia-rösler.de.

01:07:10: Silvia mit ii vorne hinten und Rösler mit oess.

01:07:17: Ich wünsche dir ein herzliches Heiter weiter

01:07:21: und

01:07:21: freue mich auf unser Wiederlachen!

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